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Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, eine JPEG-Datei zu verkleinern: Entweder wird die Farbauflösung reduziert oder dieselben Details werden effizienter neu codiert. Die meisten Online-Komprimierer wählen den ersten Weg, weil er schneller ist – sie halbieren die Farbinformationen, noch bevor die Qualität betrachtet wird. Genau das führt dazu, dass farbiger Text, feine Farbverläufe und Hauttöne nach der Komprimierung verwaschen aussehen.
Hier wird der zweite Weg gewählt. Die volle Farbauflösung bleibt erhalten, und die Einsparung entsteht durch eine hochwertige Neukodierung mit optimierten Huffman-Tabellen und progressivem Scannen – so werden dieselben Details in weniger Bytes verpackt, anstatt sie zu löschen.
Der technische Begriff für diese Abkürzung ist 4:2:0-Chroma-Subsampling: Die Hälfte der Farbinformationen wird vor der eigentlichen Komprimierung verworfen. Bei einer Landschaft fällt das vielleicht nicht auf. Bei einem Gesicht, einem Sonnenuntergang oder Text auf farbigem Hintergrund schon – es zeigt sich als fleckige Flächen und weiche Kanten, die im Original scharf waren. Der Standarddurchlauf hier nutzt 4:4:4 und erhält so jede einzelne Farbinformation pro Pixel.
Jedes Bild wird vor der Neukodierung in ein standardisiertes sRGB-Profil umgewandelt. Das ist wichtig für Fotos mit ungewöhnlichem oder fehlendem Farbprofil: Ohne diesen Schritt rät der Bildbetrachter einfach, was zu verschobenen Hauttönen oder ausgebrannten Himmeln führen kann. Durch die Normalisierung sieht die Datei überall gleich aus, egal wo sie geöffnet wird.
EXIF-, Kameradaten und GPS-Koordinaten werden im selben Durchgang entfernt. Das spart zusätzlich etwas Speicherplatz und sorgt dafür, dass ein veröffentlichtes Foto nicht mehr die Adresse enthält, an der es aufgenommen wurde.
Die Komprimierung läuft einmalig auf der von Ihnen hochgeladenen Datei. Das unterscheidet sich vom wiederholten Speichern einer JPEG-Datei in einem Bildbearbeitungsprogramm, wo jeder Speichervorgang den Qualitätsverlust verstärkt. Es bedeutet auch, dass es keinen Sinn macht, eine bereits komprimierte JPEG-Datei erneut zu komprimieren – der größte Teil der Dateigröße wurde beim ersten Mal eingespart, und ein zweiter Durchgang kostet Qualität, bringt aber kaum weiteren Nutzen.
Bei seltenen Dateien, die der hochwertige Durchgang nicht sauber verarbeiten kann, läuft automatisch ein aggressiverer Backup-Durchgang, sodass Sie eine kleinere Datei statt einer Fehlermeldung erhalten. Das ist die Ausnahme, nicht der Normalfall.
Sie möchten einfach nur eine kleinere Datei ohne Rücksicht auf Details? JPG komprimieren nutzt dieselbe Engine mit weniger Lesearbeit. Sie arbeiten mit anderen Formaten? PNG komprimieren und WEBP komprimieren übernehmen das, und JPG zu PDF verwandelt mehrere Fotos in ein gemeinsames, teilbares Dokument.